Besorgen Sie sich zunächst etwa 100 Pfund (50 Kilo) waffengeeignetes
Plutonium von Ihrem örtlichen Lieferanten. Ein Atomkraftwerk oder eine
Wiederaufbereitungsanlage empfiehlt sich hierfür nicht, da das Fehlen
von größeren Mengen Plutonium die Ingenieure, die dort arbeiten,
recht unglücklich machen kann. Wir schlagen Ihnen vor, sich mit der
örtlichen Terroristenorganisation oder vielleicht mit den jungen
Unternehmern in Ihrer Nachbarschaft in Verbindung zu setzen.
Bitte denken Sie daran, daß Plutonium, insbesondere reines, angereichertes
Plutonium, ein wenig gefährlich ist. Waschen Sie nach dem Basteln Ihre
Hände mit Seife und warmen Wasser, und erlauben Sie Ihren Kindern oder
Haustieren nicht, mit Plutonium zu spielen oder es zu essen.
übriggebliebener Plutoniumstaub eignet sich hervorragend, um Insekten
zu vertreiben (vgl. Niecola's Bio-Test über mutierte
Fruchtfliegen). Sie können die Substanz gerne in einem
Bleibehälter aufbewahren, wenn Sie auf Ihrem örtlichen Schrottplatz
gerade etwas Geeignetes finden. Aber eine alte Keksdose tut's eigentlich
genauso gut.
Formen sie jetzt ein Metallbehältnis, in dem Sie die Bombe zu Hause
aufbewahren können. Die meisten handelsüblichen Metallfolien
können so gebogen werden, daß man den Behälter als Briefkasten,
Henkelmann oder VW-Käfer tarnen kann. Benutzen Sie keine Alufolie.
Ordnen Sie das Plutonium in zwei Halbkugeln an, die etwa 4 cm voneinander
entfernt sind. Benutzen sie z.B. Pattex, um den Plutoniumstaub zusammenzukleben.
Nun besorgen Sie sich 200 Pfund (100 Kilo) Trinitrotoluol (TNT). Ein guter
Plastiksprengstoff ist zwar viel besser, macht aber auch viel mehr Arbeit.
Ihr hilfsbereiter Hardware-Spezialist wird Sie sicher gerne damit versorgen.
Befestigen Sie das TNT auf den Halbkugeln, die Sie in Schritt 4 geformt haben.
Falls Sie keinen Plastiksprengstoff bekommen konnten, scheuen Sie sich nicht,
das TNT mit Uhu oder Fixogum oder irgendeinem Modellbaukleber festzumachen.
Sie können auch gefärbten Klebstoff verwenden, aber man muß
hier nicht unbedingt übertreiben.
Verstauen Sie nun das Ergebnis Ihrer Bemühungen aus Schritt 6 in dem
Behälter aus Schritt 3. Benutzen Sie jetzt einen starken Klebstoff wie
z.B. Acrylkleber, um die beiden Halbkugeln sicher im Briefkasten zu befestigen.
Sie vermeiden so eine zufällige Detonation, die durch Vibrationen oder
falsche Behandlung ausgelöst werden könnte.
Um die Bombe zur Explosion zu bringen, besorgen Sie sich eine Fernsteuerung,
wie man sie für Modellflugzeuge und kleine Autos verwendet. Mit geringer
Mühe kann man einen ferngesteuerten Kolben bauen, der auf eine Sprengkapsel
schlägt und so eine kleine Explosion auslöst. Diese Sprengkapseln
finden Sie in der Elektroabteilung Ihres Supermarktes. Wir empfehlen ,,
Platzbald``, weil dies pfandfreie Einwegkapseln sind.
Verstecken Sie jetzt die fertige Bombe vor Nachbarn und Kindern. Ihre Garage
ist dafür ungeeignet, weil sie meist sehr feucht ist und die Temperatur
erfahrungsgemäß stark schwankt. Es hat sich gezeigt, daß
Atombomben unter instabilen Bedingungen spontan detonieren. Der Geschirrschrank
oder der Platz unter der Küchenspüle ist dagegen vorzüglich
geeignet.
Jetzt sind Sie der stolze Besitzer einer funktionstüchtigen thermonuklearen
Bombe! Sie ist DER Party-Gag und dient im Notfall der nationalen Verteidigung.
So funktioniert es
Im Prinzip wird die Bombe gezündet, wenn das explodierende TNT das Plutonium
zu einer kritischen Masse zusammenpreßt. Die kritische Masse führt
dann zu einer Kettenreaktion, ähnlich derjenigen umfallender Dominosteine.
Die Kettenreaktion löst dann prompt eine große thermonukleare
Reaktion aus. Und schon haben Sie Ihre 10-Megatonnen-Explosion!